Vorstand

Von links nach rechts:
Barbara Schmed, Aktuarin
Anton Hobi, Kassier
Nadja Jonker, Präsidentin
Thomas Schumacher, Ton & Beleuchtung
Nadia Good, Regisseurin
Linus Schnider, Medienbeauftragter

Geschichte

Wir können auf eine 125jährige Theatertradition zurückblicken. Im Jahre 1884 fand die erste Theateraufführung des Stückes „Die Rose vom Oberland oder Vaterfluch und Muttersegen“ statt.

Wir haben in den letzten Jahren fast ausschliesslich Bühnenwerke echt bodenständiger und volkstümlicher Eigenart von bekannten Schweizer Bühnenautoren aufgeführt. Die Theatergesellschaft Wangs betrachtet die Berücksichtigung und die Förderung unserer Volksbühnenautoren als wichtige Aufgabe.

Die Stücke handelten vorwiegend von Geschehnissen aus dem wahren Leben des dörflichen Alltags! Unsere Aufführungen sind somit gewissermassen ein Abbild des jeweiligen Zeitgeschehens, angereichert allerdings mit einer guten Prise Humor, und – wenn immer möglich – mit einem zünftigen Happy-End! Es gibt Theaterstücke und Inszenierungen, die den Besucher besonders stark beeindruckt haben und ihm lange in lebhafter Erinnerung bleiben.


Statuten

Die ersten Statuten der Theatergesellschaft Wangs datieren vom 16. Januar 1884 und wurden 1886 und 1901 revidiert. Diese Statuten erwähnen jeweils nur Aktivmitglieder; Passivmitglieder kennt die Gesellschaft auch heute noch nicht.

Sinn und Zweck der Gesellschaft wird in Artikel 1 der Statuten wie folgt umschrieben:
„Die Theatergesellschaft von Wangs besteht aus sämtlichen Mitgliedern und hat den Zweck, durch Aufführung gediegener, sittlich reiner Stoffe einem theaterliebenden Publikum und auch für die Mitglieder selbst eine angenehme, bildende Unterhaltung zu bieten“.

In den Statuten wird weiter bestimmt, dass sich die Gesellschaft jeweils auf Ende November jeden Jahres versammelt, um zu bestimmen, ob an kommender Fasnacht gespielt werden solle. An dieser Versammlung ist ein Komitee zu wählen, welches dann die Stückwahl besorgt, die Rollen verteilt, die Szenerien und allfällige Kostüme bestimmt.

Die gute alte Zeit

Die Personalbeförderung ab dem Bahnhof Sargans zu den Theateraufführungen nach Wangs war in den früheren Jahren nicht so selbstverständlich wie heute. Die Theatergesellschaft Wangs schaffte sich zu diesem Zweck im Jahre 1904 ein Gestell an, welches auf Pferdeschlitten oder einen eisenbereiften Heuwagen montiert werden konnte. Diese «primitive» Fahrgelegenheit bestand aus zweiseitigen Sitzbänken mit Rückenlehnen und bot Platz für ca. 20 Personen. Den Gebrüdern Schnider, Unterdorf, Wangs wurde dieser Taxibetrieb übertragen, welche 30 Rappen pro Person für diese Fahrgelegenheit erhielten. Dazumal wurde die heutige Bahnhofstrasse von Wangs nach Sargans «Theaterstrasse» genannt.

Aufführungslokale / Bauliches

Die ersten Theater wurden von 1884–1889 im Gasthaus Hirschen auf einer recht primitiven Bühne aufgeführt.

Die späteren Aufführungen (ab 1894) fanden dann im neu erstellten Gasthaus zum Sternen statt. Bis zum Jahre 1901 musste auf einer provisorischen Bühne, welche mit Holzpflöcken im Saale aufgestellt wurde, gespielt werden. Sukzessive wurden dann mit dem Sternenwirt die Theaterlokalitäten ausgebaut. 1902 konnte dann erstmals der eigentliche Bühnenausbau benützt werden. 1904 erfolgte der Einbau der ersten Galerie mit 25 Sitzplätzen. In den Anfangsjahren bestand die Theaterbeleuchtung selbstverständlich aus Petroleumlaternen. Die Installation der elektrischen Beleuchtung erfolgte erst im Jahre 1911.

Dankbar und mit überaus grosser Freude durfte die Theatergesellschaft mit dem damaligen Sternenwirt-Ehepaar Eugen und Berti Kalberer-Kalberer 1969 einen neuen, gediegenen und grosszügigen Theater- und Konzertsaal mit entsprechend grosser Bühne einweihen und «beziehen». Auch heute werden unsere Theaterstücke noch im Sternensaal aufgeführt.